Brief des Pfarrers, März 2024

 

„Erst durch die Akzeptanz der Begrenztheit kann der Mensch zu seiner vollen Größe heranwachsen.“

 


Liebe Pfarrbevölkerung!
Die meisten Menschen sehnen sich danach oder träumen davon, dass es unendliche Freiheit, grenzenloses Glück, ewige Liebe und vor allem ein nicht endendes Leben gäbe. Diese Träume und Sehnsüchte können eine Triebfeder sein, die uns anspornt, nach Höherem zu streben. Sie bergen aber auch die Gefahr in sich, aus nicht realistischer Einschätzung zur Verzweiflung bis hin zur Selbstaufgabe zu füh-ren. Denn grenzenlos ist auf dieser Erde nichts.
Das ist ein unumstößliches Faktum, mit dem es zu leben gilt. Obwohl wir Grenzen und Einschränkungen nicht lieben, vielleicht sogar verachten oder hassen, brauchen wir sie, um uns orientieren zu können. Selbst große Philosophen wie Immanuel Kant betonten, dass wir nur in den Kategorien von (begrenzter) Zeit und (begrenztem) Raum denken und leben können. Die Zeit, so absolut und zugleich relativ sie ist, hilft uns, unseren Lebensablauf zu strukturieren. -->