Brief des Pfarrers, Sommer 2022

Besonders befreiend haben wir es heuer empfunden, da wir uns de facto an keine coronabedingten Einschränkungen mehr halten mussten. Dies genossen auch alle Eltern, die ihre Kinder zur Taufe brachten und besonders alle Brautpaare, die endlich ihre Hochzeit feiern konnten.
Ein vorsichtiges Aufatmen ging durchs Land. Wir können nur hoffen, dass es so bleibt und weiterhin fröhliches Feiern für alle Generationen möglich sein wird. Ein bitterer Wehrtropfen in dieser Zeit war allerdings der Krieg in der Ukraine. Wir sind ziemlich hoffnungsfroh davon ausgegangen, dass es den Regierungen gelingen wird, zumindest in Europa, Konflikte auf dem Verhandlungswege zu lösen. Umso fassungsloser waren wir als der Krieg ausbrach und Tod, Trauer, Verzweiflung und Zerstörung mit sich brachte. Es wird leider noch lange dauern, bis diese Wunden verheilt sein werden. Durch die engen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen uns und den kriegsführenden Staaten werden wir erstmals wieder auch direkt mit Auswirkungen auf unser alltägliches Leben betroffen. Es wird vieler Bemühungen bedürfen, um neue Wege der Versorgungssicherheit zu finden. Es wird dies eine große Herausforderung für alle Politiker sein. -->